Aktuelles

Team II gewinnt in Runde 4 in der Kreisklasse gegen Tegernsee II mit 4:2

Ein gut aufgestelltes Gräfelfing II konnte beim Auswärtsspiel am Tegernsee einen weiteren Dreier gegen einen ebenfalls gut aufgestellten Gastgeber einfahren. Dabei begann der Auftakt weniger gut für Gräfelfing, da Vladimir Yaroshenko (Brett 6) im Laufe der Partie viel Material verlor und damit den Verlust nicht vermeiden konnte. Mehr Chancen gab es für Jürgen Klapper (2) gegen einen deutlich wertungsstärkeren Gegner. Beide Kontrahenten hatten zu unterschiedlichen Zeitpunkten Vorteile, aber eine echte Gewinnchance hatte Klapper gegen Ende der Partie. Da er diese nicht sah, endete die Partie mit einer Punkteteilung. Wenig später gab es auch eine Punkteteilung für Philipp Zametzer (4).

Der Gräfelfinger hatte zwar einen deutlichen Materialvorteil Dame + 3 Bauern für 2 Türme, aber sein Gegner erkannte eine Kombination zum Dauerschach. Einen klaren und ungefährdeten Erfolg gab es für Anton Reinl (5). Zug um Zug verbesserte er seine Stellung und zuletzt wickelte er mit 2 Mehrbauern in ein Endspiel ab, welches er routiniert gewann. Komplizierter war es am Spitzenbrett bei Tobi Jordan. Er gewann im Mittelspiel einen Bauern, den er in ein Springerendspiel miteinbrachte. Lange sah es aber als nicht gewinnbar aus, bis er die zielbringenden Züge fand und gekonnt gewann. Damit hatte Gräfelfing II schon mindestens ein Unentschieden und somit lag die Verantwortung bei Martin Hock (3).

Lange Zeit sah es nicht so gut aus, denn der Gräfelfinger stand bei der Verteidigung seiner Stellung mächtig unter Druck, aber er verteidigte es solide. Dann wollte sein Gegner auf Biegen und Brechen gewinnen und Martin Hock setzte an der richtigen Stelle den Konter an, gewann eine Figur für 2 Freibauer. Das ließ er sich nicht mehr nehmen und gewann mit aller Erfahrung. (JK)

Glückliches Remis gegen Gauting

Die 4. Runde in der Bezirksliga 2023/24 zuhause gegen den Gautinger SC begannen wir ohne Arshak, dafür aber mit Desi am 7. Brett. Schachfreund Finsterwalder hatte sich eine Erkältung mit Fieber zugezogen, die Gäste ließen deswegen das 5. Brett frei. Ich gewann also kampflos nach einer Stunde.

Jürgen hatte mit Schwarz an Brett einen Sizilianer auf dem Brett (Taimanov oder klassisch, nicht ganz klar im Moment für mich). Nach mißglückten Manövern von Weiß konnte Jürgen einen Turm auf e3 platzieren, wobei der weiße König unrochiert auf f2 stand. Es sah alles danach aus, als ob Schwarz gewinnen würde, dann aber versandete die Partie nach Damentausch doch noch ins Remis. Mal sehen, was hier eine genauere Analyse noch ein Feinheiten zu Tage fördert.

An Brett zwei konnte Oliver Gesing nicht viel aus seinem geschlossenen Sizilianer herausholen. Ein Damenausfall nach h5 blieb ohne Folgen für Schwarz, die Punkteteilung war am Ende gerechtfertigt.

Kein Konzept gegen die Aljechin-Verteidigung konnte Desi’s Gegner an Brett 7 aufbauen. Trotz frühzeitigem Damentausch stand Schwarz im Mittelspiel immer deutlich überlegen. Nach Verlust der Qualität überzog Weiß die Zeit. Damit stand es nun 3-1 für uns.

Allerdings begann jetzt erst das Drama. An Brett 8 spielte Oliver Edelmann mit Weiß seinem Gegner in die Hände als er gegen die „Moderne Verteidigung“ Schwächungen des Königsflügels und des Zentrums zuließ. Eine taktische Finesse verhalf Schwarz zu einem Freibauern auf d4. Das und die nach wie vor schwache Königsstellung sicherten Schwarz den Sieg.

An Brett 1 stand Daniel mit Schwarz in einer Englischen Partie lange Zeit mindestens gleich, wenn nicht so gar überlegen, doch ein unbedachter Damentausch führte in der Folge zu Bauernverlust. Schwarz konnte kein aktives Gegenspiel aufbauen und Weiß drang mit Turm und Springer in die schwarz Königsstellung ein, wonach die Niederlage besiegelt war.

Lange Zeit stand Thomas an Brett 6 mit Weiß gegen die slawische Verteidigung seines Gegners überlegen, hätte aber besser die Stellung am Damenflügel nicht so frühzeitig geschlossen. Die Partie versandete im Turmendspiel ins Remis. Damit stand es 3.5-3.5, also würde die letzte Partie entscheiden.

Yaro hatte es an Brett 4 gegen eine ungewöhnliche Variante der franz. Verteidigung zu tun. Gegen das Winawer-3. Sc3 von Weiß spielte Schwarz 3..Sc6, also die Guimard-Variante, die man sonst eher aus der Tarrasch-Variante kennt (3.Sd2). Im weiteren Verlauf bekam Weiß gutes Spiel und konnte einen Bauern gewinnen, verlor diesen aber bald wieder durch unvorsichtiges Spiel.

Im Endspiel Läufer gegen Springer hatte Schwarz bald deutlichen Vorteil und Weiß verlor in der Folge noch einen Bauern. Mit zwei Freibauern gegen eine 3-2-Majorität von Weiß am Königsflügel, hätte eigentlich Schwarz leicht gewinnen müssen. Schwarz aber begann aber nun seinerseits zögerlich zu spielen, so dass Yaro plötzliche seine Majorität auspielen konnte. Ein Remis war dann die unvermeidliche Folge.

Durch diese Energieleistung von Yaro konnten wir einen drohenden Verlust also doch noch abwenden. Doch Angesichts der frühen Führung und vermeidbarer Niederlage können wir uns nur halb über das Ergebnis freuen.

Am 04.02.2024 geht es dann in Runde 5 weiter mit einem Auswärtsspiel gegen Moosburg. (FL)

Bericht von der KEM 2024 in Eichenau

131 Teilnehmer hatten sich heuer für die Kreiseinzelmeisterschaft 2024 in Eichenau gemeldet, eine Zahl fast auf Vor-Corona-Niveau. Der SKG-Gräfelfing war mit 14 Spielern in verschiedenen Altersgruppen dabei, nur übertroffen vom SK Germering mit 21 Teilnehmern. Geleitet wurde das Turnier wie in den vergangenen Jahren auch schon von Dr. Klaus Grießbach.

Die Bilanz nach 7 Runden (bzw. 9 Runden bei U8-12) kann sich für uns sehen lassen, wir konnten einige schöne Erfolge in verschiedenen Alters- und Turnierklassen verbuchen.

In der Jugend spielten U8/U10/U12 in einer Gruppe gegeneinander, aber jeweils mit Sonderwertungen. In der Gruppe U12 erspielte sich Diwen Chen den 1. Platz, Glückwunsch! Vitus Kinateder erreichte in der Gruppe U10 den 3. Platz. Sehr stark sind auch der 2. und 3. Platz in der integrierten Gruppe U14/U16 für Martin Trinh und Max Wangenroth, ebenfalls Gratulation!

Bei den Erwachsenen (U18 war hier jeweils in M1, M2 und Hauptturnier integriert) gab es ein paar bemerkenswerte Erfolge. Sehr erfreulich der 3. Platz von Jasper Timm in der M1, das ist ausgezeichnet!

Auch Thomas Sörgel kam in der M1 mit 4 Punkten über 50% und auf den geteilten 5-10 Rang. Frank Lippert lieferte sich das Turnier über mit Corbinian Böhm vom SK Windach ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach dem geteilten 2. Platz bei der KEM 2023 in Hohenpeißenberg reichte es diesmal für den ungeteilen 1. Platz mit 5.5 Punkten aus 7.

Thomas und Frank bekamen zusätzlich noch einen Pokal in der Seniorenwertung (3. und 1. Platz). (FL).